Traditionell am Dreikönigstag wandern heuer fünf NaturFreunde und ein Gast zu einem der schönsten Aussichtsberge in den Bayrischen Voralpen, dem Heimgarten.
Bei eisigen Temperaturen mit zweistelligen Minusgraden brechen wir am Wanderparkplatz in Ohlstadt auf. Es geht in angenehmer Steigung Richtung Schwarzraingraben bis wir zu einem Lawinenstrich gelangen und kurze Zeit später ein Bachbett überqueren. Schon bald kommen wir auf einem verschneiten Pfad zur Bärenfleckhütte mit Blick auf den Illing. Hier gönnen wir uns eine kurze Verschnaufpause, bevor es weiter bergauf geht. Bereits auf Weg nach oben haben wir eine traumhafte Aussicht bei wolkenfreiem Himmel und glänzendem Schnee auf den Staffelsee, den Riegsee, den Ammersee und den Starnberger See.
Als wir zum Abzweig Richtung Rauheck kommen, machen wir erneut eine kleine Verschnaufpause. Das Gipfelkreuz vom Heimgarten ist schon in Sichtweite und eine Dreiviertelstunde Gehzeit von uns entfernt. Trotz der Eiseskälte ist es windstill und die Sonne scheint. Wir erreichen nach dreieinhalb Stunden und 1.070 Höhenmeter den schneebeckten Gipfel und sind fasziniert von dem schönen Blick über das Loisachtal, den Kochelsee, den Walchensee und die zahlreichen umliegenden Berggipfel.
Wir lassen uns an der Heimgartenhütte nieder, wo wir an einem schönen sonnigen Plätzchen unsere Brotzeit genüsslich in der Sonne mit herrlichem Blick auf die schöne Landschaft genießen. Dann gehen wir gutgelaunt die Serpentinen bergab bis zur Bärenfleckhütte und weiter zu dem Bachbett am Schwarzraingraben. Der weitere Abstieg geht an dem malerischen Bach entlang, der mit kunstvollen Eiskristallen und Eiszapfen sowie bizzaren Gebilden aus Eis und Schnee drapiert ist.
Zum Abschluss der Tour kehren wir im Gasthaus zur Post in Ohlstadt ein, wo bei interessanten Gesprächen, guter Laune und leckerem Essen eine schöne Winterbergwanderung zu Ende geht.
Ingrid G.