Bei bestem Winter-Bergwetter sind sieben NaturFreund*innen gegen 11:00 Uhr gut bepackt und gut gelaunt vom Wanderparkplatz Arzbach-Längental zum Aufstieg auf die Neulandhütte gestartet. Der Weg im unteren Teil durch den Wald war recht vereist; nur gut, dass alle ihre Grödel dabei hatten. Was für eine Wohltat, als nach ca. 20 Minuten das oberhalb gelegene weitläufige Almgelände auftauchte, wo sich bei strahlend blauem Himmel ein Bilderbuchausblick auf das Isartal und die umliegenden, schneebedeckten Berge bot. Auf der am Weg liegenden Brunnlocher Alm wurde eine ausgiebige Pause eingelegt, bevor der Weg weiter über die Lexenalm zur Dudelalm und von dort nochmal ca. 200 Hm steil bergan zum Längenberg (1244 m) führte.

Nach insgesamt gut zwei Stunden erreichte die Gruppe schließlich die nahe dem Längenberg gelegene Neulandhütte, einer Selbstversorgerhütte mit 21 Schlafplätzen. Auf der Hütte ging es erstmal an die Arbeit – Fensterläden öffnen, Kachel- und Küchenofen einheizen, Rucksäcke und Essensvorräte auspacken, Schlaflager beziehen und Kaffee und Tee kochen. Danach gab es in der warmen Stube endlich die verdiente Brotzeit, Kaffee, Tee und drei verschiedene Kuchen. Um die Nachmittagssonne zu nutzen, ging es anschließend nochmal raus auf den Längenberg, um vom dortigen Aussichtsbankerl das großartige Panorama auf die umliegenden Berge des Mangfall Gebirges im Osten, der Bergkette vom Brauneck bis zur Benediktenwand im Süden und der Ammergauer Alpen im Westen zu genießen.

Als es mit untergehender Sonne zapfig wurde, kehrte die Gruppe rasch zur Hütte zurück. In der Küche entfaltete sich jetzt eine rege Tätigkeit, um das Abendessen vorzubereiten: Der von Traudl bei einem Metzger ihres Vertrauens gekaufte Schweinsbraten wurde in den vorgeheizten, neuen Holzofen geschoben und dazu Kartoffelknödel, Blaukraut und Kartoffelsalat vorbereitet. Nach gut zwei Stunden Garzeit wurde ein Festmahl serviert, das jedem Bayrischen 4-Sterne-Landgasthof zur Ehre gereicht hätte. Nach diesem köstlichen Mahl verbrachte die Gruppe noch einen langen, geselligen Hüttenabend mit lustigen Gesellschaftsspielen, Geschichten erzählen und dem ein oder anderen Bier oder Glas Wein.

Nach einer kurzen Hüttennacht und einem ausgiebigen Frühstück wurde die Hütte wieder auf Vordermann gebracht. Pünktlich vor dem Abstieg kamen noch drei weitere NaturFreundinnen dazu, die extra am Sonntag in der Früh im Tal aufgebrochen waren, um die Gruppe auf der Hütte zu besuchen und mit ihr nach einer gemeinsamen Pause auf dem Längenberg über den sonnigen Almenweg zurück abzusteigen.

Vielen Dank an alle, die dabei waren, es war sehr schön und hat viel Spaß gemacht.
Besonderen Dank an Traudl für die Organisation und die Zubereitung des köstlichen Abendessens!

Alfred S.