Statt Gipfelkreuz -- Blumen und Wasserfälle
Bei bedecktem Himmel starteten 8 NaturFreunde und 8 Gäste in der Jachenau am Schützenhaus und wanderten entlang der großen Laine mit ihren Kaskaden bis zur Lainlalm. Beeindruckend war es, durch den satt grünen Laubwald mit den Buchen, Moos und Farnen zu wandern – tut der Seele gut.
Von Beginn an waren alle in gute Gespräche verwickelt. Gemütlich ging es weiter zum Fotostopp, dem Große-Laine-Wasserfall, über den viel Wasser herabstürzte, kein Wunder nach dem vielen Regen der vergangenen Wochen. Die Pause am Wasser auf den Bänken nutzten wir für eine erste kleine Brotzeit.
Danach begann der mäßig steile Aufstieg entlang des Wasserfalls. Durch die gewonnene Höhe erhielten wir immer wieder neue beeindruckende Ausblicke auf weitere Gumpen und Wasserläufe. Gleichzeitig waren am Wegesrand und an den Hängen farbenfrohe Blumen wie Enziane, Flockenblume, Aurikel, Alpenküchenschelle, Schusternägel, Butterblumen, Silberwurz u.a. zu entdecken. Eine Gams und ihren Gamsbock konnten wir am Hang beobachten.
Nach zwei Stunden, als wir den Wiesenrücken zur privaten Petereralm aufstiegen, öffnete sich der Himmel für ein bisschen Nieselregen. Mit dem Besitzer hielten wir ein kleines Schwätzchen und hörten erstaunt, was er in seinem Garten in 1100 Metern Höhe anpflanzt.
Wir folgten dem Pfad, immer neue Wasserläufe entdeckend, weiter bergauf bis zur Quelle des Glasbaches. Hier wurden die Trinkflaschen mit kühlem glasklarem Quellwasser gefüllt und das leuchtend grüne Moos um die Quelle bewundert. Es ist beeindruckend, dass aus einer kleinen unscheinbaren Quelle derart mächtige Wassermassen entstehen können.
Der Regen hatte aufgehört und der Himmel wurde wieder heller. Ein Stück steiler Waldpfad führte uns auf den Weg zur Benediktenwand. Diesen folgten wir allerdings in entgegengesetzter Richtung talwärts. Um einige Kilometer auf steil abschüssigem Forstweg zu sparen und ein letztes Abenteuer in wilder Natur zu erleben, bogen wir links ab auf einen steilen, kaum erkennbaren schmalen Pfad, der unsere volle Aufmerksamkeit forderte. Wir mussten Baumstämme übersteigen, Büsche unterkriechen und steile Graspassagen absteigen, was alle bestens meisterten.
Der Rundweg endet bei der Lainlalm. Unter den schützenden Vordach hieß es nun nochmal etwas Energie tanken und Regenkleidung anziehen, bzw. den Schirm auspacken. Aber nur für ein kurzes Stück, bis sich die Sonne zeigte. Am vollen Parkplatz wurde uns bewusst, wie einsam und ruhig wir den Tag miteinander verbracht haben.
Mit der Einkehr beim Staffelwirt in Bäcker endete die Genusstour mit kulinarischen Highlights. Die Begeisterung über diese wundervolle erlebnisreiche Naturwanderung wurde von allen TeilnehmerInnen geteilt. Und wie so oft war das Wetter besser als angesagt, wir blieben weitgehend trocken. Erst bei der Einkehr schüttete es.
Mein großer Dank gilt der tollen Gruppe, die durch ein sehr harmonisches Miteinander zum Gelingen des schönen Tages und einer erfolgreichen Tour beitrugen.
Heidi Sch.
Bei der Abfahrt zum Achensee begleiteten uns schon die ersten Sonnenstrahlen. Wir, 9 Naturfreunde und ein Gast, mussten uns aber noch etwas gedulden. Denn die Berggipfel um Pertisau waren bei unserer Ankunft noch im Nebel versteckt.
Die Wanderung begann am Parkplatz zu den Karwendel Tälern. Über einen alten Almweg stiegen wir in knapp 2,5 Stunden zum Wiesengipfel des Feilkopfs auf. In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken verzogen und wir wurden, oben angekommen, mit einem herrlichen Blick auf den Achensee belohnt.
Nach der Gipfelrast wanderten wir noch zu unserer Einkehr auf der Terrasse der Feilalm, wo der Wirt uns mit einem Johannisbeer-Schnaps verwöhnte. Frisch gestärkt nahmen wir als Rückweg erst die Forststrasse und später wieder den Aufstiegsteig zu den Tunigenwiesen. Kein einziger Regentropfen hatte unseren Wandertag getrübt und so traten wir gutgelaunt und zufrieden die Heimfahrt an.
Traudl B.
Bei der Abfahrt in Wolfratshausen war noch es noch regnerisch, jedoch als die sechs Naturfreunde und ein Gast in Farchant losmarschierten war es trocken.
Wir gingen auf gut ausgeschilderten Steigen los. Nach zwei Stunden und etlichen Serpentinen erreichten wir den recht unscheinbaren Gipfel. Jedoch hat man von hier eine lohnenswerte Aussicht auf das Loisachtal und auf das gegenüberliegende Wettersteingebirge sowie die Ortschaften Farchant und Partenkirchen. Nach der Brotzeit und dem obligatorischen Foto machten wir uns bei minimalem Nieseln bald wieder auf den Rückweg und gingen auf dem bewaldeten Bergrücken immer wieder leicht bergauf und bergab in Richtung Gießenbachsattel. Kurz davor bogen wir scharf nach links ab und unser Rundweg führte uns später wieder auf den Ursprungsweg und zum Ausgangspunkt zurück.
Nach unserer Tour kehrten wir im Sportstüberl ein, wo wir sehr gut und lustig bewirtet wurden.
Vielen Dank an Alfred, der die Tour für mich übernommen und uns wie meist mit den leckeren Lindt-Pralinen versorgt hat. Auch ohne Sonnenschein macht es Spaß mit netten Leuten in der Natur zu wandern :-).
Rita H.
Wegen der schlechten Wettervorhersage für Sonntag wurde die Tour kurzerhand auf Samstag vorverlegt, was wettertechnisch gesehen der bessere Tag sein sollte – und dann auch war. Dank des Anmeldesystems konnten alle Teilnehmer erreicht und informiert werden. So trafen sich um 7:30 Uhr fünf Personen am Parkplatz in Wolfratshausen, eine Wanderin stieg in Bad Tölz zu. Ab hier war die Straße mit Neuschnee bedeckt. Die Anfahrt zum oberen Wanderparkplatz hinter dem Gasthaus Lieberhof in Tegernsee forderte die Fahrer mit einigen vereisten Stellen.
Wir starteten bei bewölktem Himmel und vereinzelten Flöckchen. Erstaunt sind waren wir doch, über wie viel Neuschnee wir wanderten, mit teilweise dicken Eisschichten darunter. Der März machte seinem Namen alle Ehre.
Nur ein Wanderer war den Weg heute schon vor uns gelaufen. In mäßig steilen Kehren führte uns der „Bayernweg“ durch den Bergwald, vorbei an der Kapelle und dem Berggasthof. Ab hier hieß es selber durch den ca 20 cm hohen Neuschnee „spuren“. Im Gipfelanstieg lag noch richtig hoher Altschnee, bedeckt mit Neuschnee, der uns teilweise bis über die Waden einsinken lies. Nach diesem mühsamen Stück erreichten alle stolz den Gipfel, die Gindelalmschneid mit dem großen Kreuz. Wir hielten uns nur kurz auf, da kalter Wind blies und es zu schneien begann. Aussicht hatten wir nur zu den Grindelalmen nach unten. Ansonsten blieb uns leider jede Fernsicht verwehrt. Wir stiegen nicht zu den Grindelalmen ab, sondern und gingen in unseren Spuren den gleichen Weg zurück zum Berggasthof, um in der warmen Stube einzukehren und die vorzüglichen Speisen und Getränke zu genießen. Nach der ausgiebigen Pause stiegen wir auf der Forststraße direkt zum Parkplatz ab und fuhren zurück nach Hause.
Alle Teilnehmer äußerten sich zufrieden dass die Tour vorverlegt und nicht abgesagt wurde, da es doch Freude macht, in der Gemeinschaft unterwegs zu sein. Auch ohne Fernsicht und Sonnenschein genossen wir den Tag.
Ich bin dankbar, dass ihr euch an einem Samstag die Zeit genommen und die Gemeinschaft bereichert habt. War schön mit euch unterwegs zu sein.
Heidi Sch.
Eigentlich hatten wir an diesem Tag eine Schneeschuhtour auf das Schneidjoch in der Achensee-Region geplant, doch Frau Holle meinte es mehr als gut mit uns:In den letzten beiden Tagen waren ca. 30 cm Neuschnee gefallen, so dass selbst die Straßen in der Früh mehr schlecht als recht geräumt und befahrbar waren. Daher entschlossen wir (drei Naturfreundinnen und der Tourenleiter) uns sicherheitshalber für ein Nahziel: den Aufstieg über die Lenggrieser Hütte auf das Seekarkreuz, bei diesen Verhältnissen mit immerhin ca. 900 hm und 13 km Strecke ein guter „Plan B“.
Vom Parkplatz in Hohenburg wählten wir den Aufstieg über den Grasleitensteig. Der erste Teil über die Wiesenhänge war tief verschneit, so dass hier die Schneeschuhe von Vorteil waren. Auf dem weiteren Weg durch den Wald mit Steinen und Wurzeln boten sich eher die Grödel an. Guten Mutes stapften wir durch die winterliche Pracht kontinuierlich bergan und genossen die sich immer wieder bietenden, durch das wechselnde Licht fast surrealen Ausblicke auf das Isartal und die umliegenden Berge.
Nach einer kurzen Teepause im oberen Teil des Steigs hörten wir ein gewisses Krachen, aber es war zunächst nichts zu bemerken – was war denn das? Nachdem wir um eine Ecke bogen, sahen wir dann das Malheur: Eine mittelgroße Fichte war unter der Schneelast umgestürzt und lag quer über dem Weg! Puuh das war knapp - was für ein Glück, dass wir die Teepause gemacht hatten und nicht schon ein paar Minuten vorher an dieser Stelle waren. Vorsichtig umstiegen wir den Baum und mit geschärften Sinnen setzten wir den Aufstieg fort, bis wir nach insgesamt ca. zwei Stunden den Bereich der Lenggrieser Hütte, 1334 m, erreichten.
Nochmal eine kurze Pause, die Schneeschuhe wieder angeschnallt, ging es dann ca. eine halbe Stunde durch ein weiteres Waldstück empor, bis wir im dichten Schneegestöber ins Freie traten, von wo wir zum ersten Mal schemenhaft das Gipfelkreuz erkennen konnten. Beim finalen Weg über den Grat peitschten uns Wind und Schnee ins Gesicht, so dass wir kaum was erkennen konnten.
Glücklich und geschafft hieß es dann nach insgesamt ca. 3 Stunden am Seekarkreuz „Berg frei“. Lange hielten wir es bei den Bedingungen am Gipfel allerdings nicht aus – kurz die Aussichten genießen, Gipfelfoto und dann schnellstens die verschneiten Hänge hinab in Richtung Hütte.
Was für ein Zufall – auf der Hütte trafen wir unseren Naturfreunde-Vorstand mit seiner Gefährtin sowie den Sohn einer Teilnehmerin. In behaglicher Atmosphäre und geselliger Runde genossen wir die köstlichen Speisen und Getränke.
Erst wollten wir zum Abstieg den Weg über den Grasleitenkopf nehmen, aber dieser war tiefverschneit und noch unbegangen, so dass wir den Sulzer Steig wählten. Hier bot sich uns nochmal ein Wintermärchen, besonders bizarr der z.T. vereiste, über Felsen rauschende Bachlauf. Über das untere Hirschbachtal gelangten wir schließlich, beseelt von den vielen Eindrücken und Erlebnissen, zurück zum Ausgangspunkt.
Schee war’s – Kompliment an die tapferen Ladies, den Wetterwidrigkeiten zum Trotz die Tour mitgemacht und geschafft zu haben 👍
Alfred S.
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